Robot Readable World

Robot Readable World

Neues Video von Timo Arnall (Web­site) auf Vimeo. Arnall macht auf großar­tige Art und Weise dig­i­tale Räume sicht­bar und macht sie damit selbst erst zu sinnlich erfahrbaren Räu­men. Arnall über den Film: “This is a short film, an exper­i­ment in machine-vision footage. It uses found-footage from com­puter vision research to explore how machines are mak­ing sense of the world. As robots begin to inhabit the world along­side us, how do they see and gather mean­ing from our streets, cities, media and from us? Machines have a tiny, frac­tional view of our envi­ron­ment, that some­times echoes our own human vision and often doesn’t.” (Quelle) Was definiert hier Sicht­barkeit, “haben” Maschi­nen einen Blick, do they “gather mean­ing”? Weiterlesen »

Update

Ich habe ger­ade meine Bib­li­ogra­phie überar­beitet und um einige Titel erweit­ert. Ist immer noch eher work in progress, aber gibt immer­hin schon­mal einen ersten Überblick zum Thema. Außer­dem hat sich der Titel nun doch nochmal geän­dert und ist mit Aug­mented Vision etwas all­ge­meiner und weitre­ichen­der als Der Blick von oben. Das soll aber keineswegs heißen, dass der Blick von oben hier nicht weit­er­hin bear­beitet wer­den wird. Und endlich gibt es auch eine allererste Skizzierung meines Forschung­spro­jekts als Kurzver­sion.

Die Nordsee von oben

Die Nordsee von oben

Heute, am 9. Juli, kommt “Die Nord­see von oben” in die Kinos, “der erste deutsche Kinofilm, der das Welt­na­turerbe Wat­ten­meer auss­chließlich aus der Vogelper­spek­tive zeigt”, so der Ankündi­gung­s­text. In den Tages­the­men von gestern gibt es einen schö­nen kleinen Teaser von János Kereszti und Andreas Neu­mann von Radio Bre­men, der inter­es­san­ter­weise fol­gen­der­maßen beginnt: “Ob die Nord­see, zumal wenn sie mal wieder fort­ge­laufen ist, wirk­lich so schön ist? Nun, die Einen sagen so, die Anderen sagen so. Was aber nur für den boden­ständi­gen Blick gilt – aus der Luft betra­chtet fällt das Ergeb­nis ein­deutig aus”. Weiterlesen »

Google Street Car

Google Street Car

Großar­tiges Google-Flashgame von Linus Suter. Hier ver­schränken sich hor­i­zon­taler und ver­tikaler Blick: man navigiert sein Google Street Car ganz GTA-like von oben auf sich selbst blick­end über die Karte, ist aber zugle­ich in der Lage, die an den Betra­chter bzw. die Kam­era gebun­dene Streetview-Perspektive einzunehmen. Beide Per­spek­tiven scheinen sich eigentlich gegen­seitig auszuschliessen, sind aber – wie hier gezeigt – ebenso dazu in der Lage sich zu ergänzen. Weiterlesen »

Skydiving

Skydiving

Der Blick von oben auf die Welt zeugt noch immer von einer gewis­sen Exk­lu­siv­ität – so erforderte er doch das Ein­nehmen einer Betra­chter­po­si­tion, die eine Lagev­erän­derung voraus­set­zte, welche zumeist nicht ohne Weit­eres zu bew­erk­stel­li­gen war. Ist die Freude am virtuellen Blick von oben hier deshalb noch so überschwenglich? Noch hat die Infla­tion des orbitalen Maschi­nen­blicks das Gefühl des Erhabenen nicht aufge­hoben, wie es scheint: Weiterlesen »

Nach der Zentralperspektive?

Nach der Zentralperspektive?

Lesenswerter Artikel von Jen­nifer Allen im Frieze Mag­a­zine. Allen denkt ganz unverblümt darüber nach, ob sich mit der Infla­tion von Bildern, die Auf­sichten zeigen, eine Ver­lagerung verbindet, bei der das an eine feste Betra­chter­pos­ti­tion gebun­dene Par­a­digma der Zen­tralpe­spek­tive zugun­sten einer mobilen, vom Betra­chter unab­hängi­gen Sicht auf die Welt abgelöst wird: “Does this per­spec­tive imply more than just a way of see­ing the world? I can’t approx­i­mate Erwin Panofsky’s Per­spec­tive as Sym­bolic Form (1927), but it’s intrigu­ing to con­tem­plate the dif­fer­ences between Renais­sance lin­ear per­spec­tive and the zoom­ing celes­tial eye of our advanced space and infor­ma­tion age, marked by satel­lites, dig­i­tal­iza­tion and the Inter­net. Weiterlesen »

Imaginäre Topographie

Imaginäre Topographie

Ich lese Jean Pauls Des Luftschif­fers Gian­nozzo See­buch und bin begeis­tert von den phan­tastis­chen Topogra­phien, die der Pilot in seinem Log­buch entwift. Die Magie seiner Ein­bil­dungskraft reißt den Men­schen her­aus aus dem “Gärtchen, der ein­heimis­chen Furche” hoch hin­aus in die “Gewölke des Lebens”, von denen man “die ganze äußere Welt von weitem unter seinen Füßen nur wie ein eingeschrumpftes Kindergärtchen liegen sieht”. Die poet­is­chen Ent­deck­un­gen der Reise mit dem Luftschiff zeigen das Habit­u­al­isierte nicht nur aus der Dis­tanz, son­dern als Auf­sicht, die neue Fig­u­ra­tio­nen eines erhabenen Blicks etabliert, bei denen der Betra­chter “von der Welt geschieden” wird. Mich fasziniert dabei vor allem die Imag­i­na­tion­sleis­tung, die eine solch detail­lierte Beschrei­bung eines Blicks erfordert, der von einem men­schlichen Auge nicht nachemp­fun­den wer­den kann.   Weiterlesen »

Maschinensehen

Maschinensehen

Sind Blinde in der Lage zu sehen? Oder: welche Rolle spielt der Kör­per und welche der optis­che Appa­rat für das Ver­ste­hen von Bildern und Räu­men? Sind Kam­eras kün­stliche Augen, wie es Andreas Feiningers “Pho­to­jour­nal­ist” von 1951 nahelegt? Ja, kön­nte man meinen wenn man das Werk von Pete Eck­ert betra­chtet: “Pete Eck­ert is a totally blind per­son. But through his pho­tog­ra­phy, he proves that he IS a visual per­son, he just can’t see.” Womit die Dif­ferenz von Visu­al­ität und Sicht­barkeit ange­sprochen wäre, der ich auf die Spur zu kom­men gedenke: Zeigen Eck­erts Pho­tos einen ins Bild geset­zten Blick? Weiterlesen »

Grand Theft Auto

Grand Theft Auto

Ich habe ger­ade GTA 1 run­terge­laden (via rockstargames.com) – mein erster Kon­takt mit dem Blick von oben 1997. Man steuert seinen Spieler aus dem Blick einer 2D-Vogelperspektive, also einer Auf­sicht, die den ersten GPS-Navigationssystemen ähnelt. Im Gegen­satz zu den neueren Ver­sio­nen spielt man also nicht aus einer 1st-person-perspective, son­dern sieht sich quasi selbst von oben. Diese, außer­halb des Spiel­ers verortete Sicht ist eine vol­lkom­men andere Abstrak­tion­sleis­tung und eine Per­spek­tive, an die wir uns zunehmend gewöh­nen dürften. Weiterlesen »