About

I am a re­se­arch asso­ci­ate at the Cluster of Excellence Image Knowledge Gestaltung. An Interdisciplinary Laboratory of Hum­boldt Uni­ver­sity Ber­lin. I have an aca­de­mic back­ground in Media Studies and Science and Technology Studies with a fo­cus on me­dia theo­ry, image theo­ry and po­liti­cal theo­ry. My cur­rent re­se­arch in­clu­des pro­jects about aug­men­ted rea­lity, com­pu­ter si­mu­la­tion, so­cial me­dia, re­mote war­fare, lo­ca­tive me­dia and peer-to-peer eco­nomy.

Categegories

Bildnerisches Denken
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Bildnerisches Denken

„I do not think I ever re­flect in words: I em­ploy vi­su­al dia­grams […]“ Diese Selbstbeschreibung von Charles S. Peirce (1839-1914) bil­det den Ausgangspunkt für eine neue Sicht auf das Denken des ame­ri­ka­ni­schen Naturwissenschaftlers, Philosophen und Begründers des Pragmatismus und der Semiotik. Peirce war ein ob­ses­si­ver Zeichner. Neben ei­ner gra­phi­schen Logik ent­wi­ckel­te er eine zeich­ne­ri­sche Praxis, die un­trenn­bar mit sei­nem Denken ver­wo­ben war, in ih­rer phi­lo­so­phi­schen Relevanz aber bis­lang über­se­hen wur­de. Wer sich die hand­schrift­lich ver­fass­ten Manuskriptseiten ge­nau­er an­schaut, ent­deckt beim Durchblättern von Peirces mo­nu­men­ta­lem hand­schrift­li­chen Œuvre je­doch weit mehr als nur Text. Denn Peirces Notizbücher ent­hal­ten eine un­glaub­li­che Fülle an iko­ni­schen Formen, die über rein text­li­che Notationen hin­aus­ge­hen: beiläufig, wie zur Entspannung hin­ge­wor­fe­ne Randzeichnungen, präzise gra­phi­sche, ta­bel­la­ri­sche und dia­gram­ma­ti­sche Überlegungen, bis hin zu fein aus­ge­ar­bei­te­ten Darstellungen na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Probleme; da­ne­ben Fratzen, Masken, Grimassen und Karikaturen von un­mit­tel­ba­rer Ausdrucksstärke. Bemerkenswert ist da­bei, dass die Zeichnungen bis­her nicht nur weit­ge­hend von der Forschung igno­riert wur­den, son­dern noch nicht ein­mal sys­te­ma­tisch er­fasst wor­den sind. Peirces bild­ne­ri­sches Denken scheint sich dem­nach in die Liste der unzähligen Neuentdeckungen wis­sen­schaft­li­cher Werke ein­zu­rei­hen, de­ren Bilder und Abbildungen all­zu lang von den Geisteswissenschaften vernachlässigt wor­den sind. Auf der Basis die­ses Materials fragt geht es um die Frage, wie in und mit Bildern ge­dacht wer­den kann.

Timeline:

  • The Digital Peirce Archive is an image-based ar­chi­ving re­po­si­to­ry of the Nachlass of the American phi­lo­so­pher Charles S. Peirce (1839-1914). It was in­itia­ted by a col­la­bo­ra­ti­on bet­ween the Peirce Edition Project at Indiana University, Indianapolis, the Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung in 2011 and is con­ri­nued by the clus­ter of ex­cel­lence Image Knowledge Gestaltung. An Interdisciplinary Laboratory at Humboldt University in Berlin sin­ce 2013.
    The ar­chi­ve as­sem­bles around 100,000 ma­nu­script pa­ges that span more than five de­ca­des, and touch on very dif­fe­rent di­sci­pli­na­ry do­mains. With an eye to im­pro­ving the me­tho­do­lo­gy of in­ves­ti­ga­ti­on of Peirce’s in­tel­lec­tu­al le­ga­cy, the ar­chi­ve is a ci­ta­ble re­se­arch en­vi­ron­ment to se­arch, fil­ter, de­scri­be, sha­re, ex­port, and brow­se the ma­nu­script pa­ges. In this way, the Digital Peirce Archive in­tends to put the po­ten­tia­li­ties of sha­red ex­per­ti­se and in­for­ma­ti­on to the ser­vice of Peirce stu­dies. Beyond this, howe­ver, it also seeks to fos­ter the de­ba­te on the re­le­van­ce of non-textual ma­te­ri­al to historical-philosophical stu­dies, and more ge­ne­ral­ly, on the theo­re­ti­cal si­gni­fi­can­ce of vi­su­al thin­king (bild­ne­ri­sches Denken). This lat­ter goal has its roots in the stu­dies of phi­lo­so­pher John Michael Krois (the project’s in­itia­tor), who first poin­ted to Peirce’s ex­tra­or­di­na­ry re­le­van­ce to a phi­lo­so­phi­cal stu­dy of images. Project web­site: www2.hu-berlin.de/peirce-archive
  • Visions of the Internet is a fun-project that collects ar­te­facts of our ima­gi­na­ti­on of the „world wide web“. By as­sem­bling dif­fe­rent ty­pes of vi­sua­liza­t­i­ons the stu­dy tri­es to track back how pic­tu­res have si­gni­fi­cant­ly shaped the no­ti­on of how and what we think the in­ter­net is (and was). The terms that are used to de­scri­be the vast idea of an abs­tract tech­no­lo­gi­cal in­fra­struc­tu­re (think of the 1990s terms Cyberspace, Surfing or Information Super Highway for in­stan­ce) cor­re­spond to a rich cul­tu­re of vi­sua­li­sa­ti­ons that do not sim­ply ser­ve as il­lus­tra­ti­ons of a gi­ven en­t­i­ty but are tools that ac­tive­ly in­flu­ence the form of our com­mu­ni­ca­ti­on. Hence a vi­su­al ap­proach ai­ming to grasp an aes­t­he­tic of the in­ter­net might help to un­der­stand what the in­ter­net ac­tual­ly is and how it’s idea has trans­for­med. (image credits: „Don’t you think dreams and the in­ter­net are si­mi­lar? They are both are­as whe­re the sup­pres­sed con­scious mind vents.“ Film still from Paprika, Yasutaka Tsutsui, 1993) Project web­site: www.visions-of-the-internet.tumblr.com
  • Talk: „The Charles Sanders Peirce Archive“, Imeji-Days 2014, Berlin 21.10.2014.
  • Perspektiven der Bildforschung war eine Berlin-Potsdamer Vortragsreihe, die ich ge­mein­sam mit Jörg Trempler und Elke Werner im Sommersemester 2012 kon­zi­piert habe. Jeweils mitt­wochs ka­men da­bei vor ei­nem in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Publikum im Hamburger Bahnhof der Staatlichen Museen zu Berlin her­aus­ra­gen­de Vertreter der Bildforschung zu Wort. Ziel der Reihe war es, Berlin und Potsdam als Standort für die Bildforschung zu zei­gen so­wie ei­nen Anlaß und ei­nen Ort für ge­mein­sa­me Debatten und Austausch zu bie­ten. In Berlin und Potsdam hat sich eine gro­ße Zahl von Forschungsprojekten eta­bliert, die sich ex­pli­zit und auch dis­zi­pli­nen­über­grei­fend der Erforschung von Bildern wid­men. Zusammengenommen er­ge­ben sie ein Spektrum von Perspektiven, wel­che von den Künsten bis zu den Wissenschaften, von der Ästhetik bis zur Epistemologie, von Kulturtechniken und Symbolisierungsformen bis zu tech­ni­schen Bildgebungsverfahren und Sichtbarmachungsstrategien rei­chen. Diese hohe Verdichtung soll zum Anlass ge­nom­men wer­den, so­wohl ak­tu­el­le Forschungen und Positionen ei­ner grö­ße­ren Öffentlichkeit zu prä­sen­tie­ren als auch die ein­zel­nen Projekte und Perspektiven in der Region in ein ge­mein­sa­mes Gespräch zu brin­gen.  Im Sommersemester 2012 la­den des­halb die Kolleg-Forschergruppen Bildakt und Verkörperung und BildEvidenz, die Forschungsgruppe Das Technische Bild so­wie die Graduiertenkollegs Sichtbarkeit und Sichtbarmachung, Schriftbildlichkeit und Das Wissen der Künste zu ei­ner Vortragsreihe in den Hamburger Bahnhof ein, die eine Plattform für ge­mein­sa­me Debatten bie­ten soll. Besonderer Dank gilt den Staatlichen Museen zu Berlin für die groß­zü­gi­ge Unterstützung und die Möglichkeit , die Veranstaltung im “Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart“, an ei­nem Ort der Bilder, aus­zu­rich­ten. Programmposter Perspektiven der Bildforschung, 2012 (Download)
  • Einführung in die Vorlesungsreihe, 11.4.2012
  • [Artikel zur Vorlesungsreihe] Sven Grünwitzky: „Perspektiven der Bildforschung. Eine Vortragsreihe im Hamburger Bahnhof.„, 5. Mai 2012.
  • Conference „Mind in Motion and the Body of the Sign – Peirce’s Semiotical Pragmatism“. Humboldt University Berlin, Mar 15–17, 2012.
  • Book: Franz Engel, Moritz Queisner und Tullio Viola (Hg.) Das bild­ne­ri­sche Denken: Charles Sanders Peirce. Berlin: Akademie-Verlag, 2012. 346 S. ISBN 978-3-05-005696-8.
  • [Rezension] Till Kinzel, Informationsmittel (IFB), ab­ruf­bar un­ter: www.ifb.bsz-bw.de/bsz357401719rez-1.pdf
  • [Rezension] Dirk Pilz: Das ner­vö­se Denken wird zum Bild. Frankfurter Rundschau, 10.07.2012, 68. Jahrgang, Nr. 158, S.35
  • Book: Franz Engel, Moritz Queisner und Tullio Viola (Editors) Das bild­ne­ri­sche Denken: Charles Sanders Peirce. Berlin: Akademie-Verlag, 2012.
  • Review der Konferenz von Tomasz Kurianowicz „Rätsel der Köpfe Die Sprache der Zeichen in den Notizen von Peirce“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2012, Nr. 69, S. N4.
  • Conference: „Mind in Motion and the Body of the Sign – Peirce’s Semiotical Pragmatism“. Humboldt University Berlin, Mar 17, 2012
  • Talk: „Towards a Digital Peirce Archive“, Konferenz Mind in Motion and the Body of the Sign, Berlin 15. März 2012.
  • Workshop: „Bildakte und Verkörperungstheorie in der Philosophie von Charles Sanders Peirce“. 22. März 2010. Ort: Sitz der Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung, Charlottenstr. 42/Ecke Dorotheenstr, 10117 Berlin, 3. OG. Programm (PDF)
  • Ausstellung: Tableau zum bild­ne­ri­schen Denken von Charles Sanders Peirce (2010). In den Räumen der Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung wur­de erst­mals eine Auswahl von 35 Zeichnungen von Peirce ge­zeigt. Die im Rahmen ei­nes Workshops zu Peirces bild­ne­ri­schem Denken präsentierten Reproduktionen aus der Microfilm-Ausgabe der Houghton Library der Harvard University sind als Tableau kon­zi­piert, des­sen Anordnung rear­ran­gier­bar ist. Der Betrachter ist ein­ge­la­den, sich sein ei­ge­nes Bild zu ma­chen, um die Zusammenhänge der Bilder zu er­for­schen. An over­view of the preli­mi­na­ry ar­ran­ge­ment of the Tableau in­clu­ding the ma­nu­script num­bers is avail­able via this PDF.
  • Artikel: Franz Engel, Moritz Queisner: Ich den­ke nie­mals in Worten. Zeichnungen von Charles S. Peirce, in: Humboldt 6 (2010), S. 3.
  • Artikel: Franz Engel, Moritz Queisner, Tullio Viola: Zeichnungen von Charles S. Peirce, Ausstellungs-Broschüre, Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung, Privatdruck, 2010.

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