Head-Mounted Displays

Anhand konkreter Fallstudien untersucht das Projekt die medialen Produktions- und Rezeptionsbedingungen von head-mounted Displays (HMDs) im Hinblick darauf, wie sie das Sehen und Handeln ihrer Nutz_innen konzipieren. Im Mittelpunkt stehen dabei erstens die Frage nach den veränderten Anschauungssituationen und Sehpraktiken, die HMDs implizieren, sowie zweitens die Frage nach dem Wissen über den praktischen Umgang mit einer solchen Form des bildgeführten Handelns. English: The project investigates the transformation of visual practice and image-based interaction triggered by HMDs.

Angesichts der technischen Möglichkeiten zur Bildherstellung, -verarbeitung und -übertragung in Echtzeit sind Bildschirme nicht mehr nur räumlich fixierte und zeitlich nachgeordnete Anzeigemedien, sondern werden zunehmend in Handlungsabläufe integriert. Diese neue Form der Interaktion mit und durch Bilder stellt Nutzer_innen vor die Herausforderung, ein komplexes Gefüge von Bildtechniken und -informationen angemessen in ihre Handlungen zu integrieren. Insbesondere die Anordnung sogenannter head-mounted Displays ins Sichtfeld von Nutzern_innen hat zu einer Umstrukturierung der Architektur und Funktionsweise bildgebender Verfahren geführt. Dies betrifft erstens die Art und Weise, wie Bilder in Handlungen integriert werden, zweitens die Orte, an denen sie verwendet werden und drittens die Situationen, in denen sie verwendet werden. (Bild: Malte Euler & Moritz Queisner, Creative Commons license)